Milliarden Mehrwertsteuerbetrug in der EU

in palnet •  6 months ago 

Ich komme manchmal nicht mehr aus dem Staunen raus.

https://www.orf.at/#/stories/3136172/

Die EU-Länder haben 2017 rund 137 Mrd. Euro durch Mehrwertsteuerbetrug verloren.

Anfangs dachte ich, dass wäre wieder eine Cum-Ex Geschichte, aber nein.

Das Mehrwertsteuersystem müsse jedoch „betrugssicher“ werden, forderte Moscovici und rief die EU-Länder zur Zusammenarbeit auf.

*Maja, da kann man nichts dagegen haben, soll eben alles seine Richtigkeit haben. Doch wie ich gelesen habe, wie dieser Betrug erkannt wird, da ... hm, lest das einfach selbst:

Die Mehrwertsteuerlücke errechnet sich durch die erwarteten Steuereinnahmen abzüglich der tatsächlichen.

*Ich muss zugeben, da hab ich mal blöd geschaut. [Die erwarteten Steuereinnahmen minus der tatsächlichen] So etwas kann man sich wohl echt nur in unserer verkorksten Finanzwelt ausdenken. Um da vielleicht einen Vergleich (obwohl das wirklich schwer mit was zu vergleichen ist) zu geben: Ich will für 2019 ein bestimmtes Budget ausgeben. Als milliardenschwerer Finanzexperte rechne ich den ganzen Pipapo schon mal aus. Aber wie durch ein Wunder passieren über das Jahr paar so Dinge, die hatte ich einfach nicht im Blickfeld. Und trotz meiner kurvenreichen beeindruckenden Diagramme, die man in Zeitungen bewundern konnte, hab ich Ende des Jahres weniger als ich erwartet hatte über. Jedoch überlege ich nicht, ob ich mit meinen Überlegungen zu enthusiastisch war (die Wirtschaft muss sich ja immer schneller drehen), sondern behaupte jetzt einfach mal [Kraft meines Amtes]: Die Verkäufer haben mich betrogen, denn ich selbst kann mich ja nicht geirrt haben. Nein, viel mehr fällt es mir doch leicht, ein ganzes Jahr vorauszuschätzen. Ich bin doch Experte und habe studiert.

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Ganz so einfach ist das wohl nicht.
Mit der MwSt ist das so eine Sache... Angenommen, Du hast ein Geschäft. Einzelhandel mit irgendwas. Also gehst Du zum Großhändler und kaufst Ware ein, um sie wieder zu verkaufen. Dort bezahlst Du MwSt, die auf der Rechnung ausgewiesen steht.
Mit dieser Rechnung gehst Du nun zum Finanzamt und bekommst diese MwSt zurückgezahlt!
Wenn Du nun diese Waren verkaufst, möchtest Du ja Gewinn machen, also mehr dafür bekommen als Du bezahlt hast. Auf diese höheren Preise wiederum must Du MwSt vom Kunden kassieren und an das Finanzamt weitergeben. So zumindest die Theorie...
In der Praxis gibt es natürlich Leute, die das nicht korrekt mitspielen. So zB. einen Teil der Ware verkaufen, ohne die Einnahmen zu verbuchen. Sowas läßt sich natürlich ausrechnen, anhand der Einkaufsrechnungen.
Ein MwSt-Betrugsklassiker ist auch der Juwelierladen: man eröffnet einen Juwelierladen, bestellt kräftig Ware und läßt sich die MwSt vom Finanzamt auszahlen. Und dann verduftet man mit dem Geld nach Tobago, oder sonstwo wo es schön ist und die Behörden nicht ausliefern.

Ich muss sagen, dass ich mich auf dem Wort [erwarteten] aufgehängt habe. Das suggeriert irgendwie, dass sie einfach so eine [Vorstellung] hatten. Wie eine Zauberkugel

Wohl weniger Zauberkugel als weltfremde Hochrechnung. Ist schon klar - wenn die Finanzamts Heinis € 1 Mio MwSt zurückzahlen auf Warenkäufe, dann erwarten sie 2 Mio MwSt zu bekommen. Weil Händler vor 50 Jahren die Preise mit 100% Aufschlag kalkuliert haben. Das die meisten Händler das heute nicht mehr können, wegen Marktdruck, Online Konkurrenz usw., das wissen sie nicht. Bzw., sie wollen es nicht glauben.

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