Effektiv Spenden - Wie man möglichst viel Gutes mit seiner Spende erreichen kann

Zumindest für die allermeisten von uns gilt: Uns geht es gut.

Finanziell geht es vielen Menschen in Deutschland (und Österreich und der Schweiz) so gut, dass sie etwas davon abgeben können.

2020 waren das wohl 5,5 Milliarden Euro!

Die Spenden gingen dabei an verschiedenste Organisationen zu verschiedensten Zwecken. Und das macht natürlich auch Sinn, da es auch die verschiedenste Probleme gibt, die man mit Geld (zumindest teilweise) bekämpfen kann.

Aber wie Spende ich richtig?

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Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Ein wirkliches richtig oder falsch gibt es dabei natürlich nicht. Das ist klar. Jeder und jede von uns hat andere Themen, die besonders am Herzen liegen.

Ein paar Punkte kann man aber wohl verallgemeinern:

  • Die Kostenstruktur sollte möglichst günstig sein: Wenn 60 % der Spende für Verwaltung draufgehen, ist das erstmal nicht so optimal.
  • Die Verwendung der Spende sollte möglichst transparant sein: Damit man auch weiß, was mit dem Geld passiert.
  • Die Spende sollte auch sicher ankommen: Die Organisation sollte seriös sein.

Wie findet man bei den unzähligen Organisationen also die, die besonders sinnvoll sind?

Dafür gibt es verschiedene Webseiten:

https://www.effektiv-spenden.org/
https://www.effectgive.de/
https://www.givewell.org/

Dort sind verschiedene Spendenmöglichkeiten mit Kostenstruktur und anderen Informationen zu der jeweiligen Organisation (in verschiedenen Kategorien) aufgeführt. Zudem werden dort wohl nur solche Projekte gelistet, die besonders effektiv sind:

Wer spendet, will möglichst viel bewirken. Deshalb ist es wichtig, besonders die Organisationen zu unterstützen, die Menschen in Not nachweislich und effektiv helfen. Wissenschaftliche Wirkungsmessungen zeigen:
Die besten Organisationen sind mehr als 100-mal wirksamer.

https://www.effektiv-spenden.org/

Und das macht auch irgendwie Sinn. Manche Probleme kann man mit relativ wenig Geld beheben.

So sollen Entwurmungspillen oder Lesebrillen z.B. besonders effektiv sein, da man mit wenig Geld das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen kann.

Interessant finde ich z.B. auch GiveDirectly: Arme Menschen bekommen Geld. Ohne Bedingungen. Der Gedanke dahinter: sie wissen im Normalfall am Besten, was sie gerade brauchen.

Das ist nämlich bei vielen Projekten das Problem: Es ist gut gemeint, aber geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. So wurden z.B. aus Deutschland für eine große Flüchtlings-Zeltstadt Verkehrsschilder gespendet. Die Menschen brauchten aber dringender Töpfe. Also wurden die Verkehrsschilder zu (sicher suboptimalen) Kochtöpfen umfunktioniert. Das war definitiv nicht effektiv.

Falls ihr auch mal vorhabt, einen kleinen Teil eures Geldes zu spenden und ihr überlegt, an welche Organisation: Vielleicht findet ihr auf diesen Seiten ja etwas passendes. Daneben findet ihr dort auch weitere Tipps zum Spenden:

  • wie funktioniert das steuerlich?
  • welche Zahlungsmethode ist am effektivsten? (So machen auch Gebühren für PayPal oder Kreditkarten eine Spende weniger effektiv)
  • und vieles mehr.

Generell finde ich das Thema "Effektiver Altruismus" sehr interessant. Habt ihr euch damit schon beschäftig?



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Habe mich damit beschäftigt und damals einen Beitrag verfasst:

https://peakd.com/busy/@felixxx/my-thoughts-on-charity

Wenn ich was spende, dann sicher niemals an eine Organisation.
Durch Hive kann ich mir eine einzelne Person suchen, dort direkt Crypto hinschicken;
Keine Zwischenmänner, keine Büros, keine Bürokratie, sondern direkte Hilfe, von Person zu Person.

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(Edited)

Die direkte Spende hat natürlich einige Vorteile! Je weniger Zwischenmänner, desto besser, da hast du absolut Recht! Das spiegelt sich letztlich ja auch in der Kostenstruktur wider.

Eine effektive Organisation halte ich daneben dennoch für sinnvoll. Sie hat im besten Fall Erfahrung, Überblick und mehr Möglichkeiten und kann so auch größere Projekte nachhaltig fördern.

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Eine effektive Organisation halte ich daneben dennoch für sinnvoll. Sie hat im besten Fall Erfahrung, Überblick und mehr Möglichkeiten und kann so auch größere Projekte nachhaltig fördern.

Theoretisch vielleicht, praktisch gibt es das nicht.
Mal das Greenpeace Hauptquartier im Hamburger Hafenviertel gesehen?

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Isso, die meisten großen veruntreuen Teile ihrer Spenden

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Congratulations @lammbock! You have completed the following achievement on the Hive blockchain and have been rewarded with new badge(s) :

You received more than 9000 upvotes.
Your next target is to reach 10000 upvotes.

You can view your badges on your board and compare yourself to others in the Ranking
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Ich mach ein wenig was mit zinsfreien mikrokrediten über kiva ab und an,ausfallqoute is ungefähr 5%, kiva selbst nimmt auch keine zinsen, aber die kreditvermittler vor Ort wohl schon, Höhe kenn ich nicht, und einen Korruptionsskandal vor Ort gab es natürlich auch schon. hive würde da ev viele Möglichkeiten bieten.
BGvB.

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Der Grundgedanke hinter Mikrokrediten klingt echt gut!

Aber mit Korruption und anderen zwielichtigen Hintergründen bin ich da eher vorsichtig...

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Guter Artikel. Ich geh davon aus, je populärer eine solche Einrichtung ist, desto mehr gibt sie in ihre Publicity aus und ist deshalb das Gegenteil von dem was du meinst.

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Oft ist das wohl schon so. Aber das kann man meist auch in Erfahrung bringen. Ich weiß nicht, ob dazu eine generelle Pflicht besteht, aber viele Organisationen veröffentlichen ihre Zahlen.

Dementsprechend gibt es mit Sicherheit auch paar große Organisationen, die trotzdem eine gute Kostenstruktur haben.

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