Ein Paket und der ominöse Nachbar

in Deutsch D-A-CH2 months ago

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Gestern bekam ich ein Paket.
Wie es immer so ist:
ich war nur kurz weg und als ich wiederkam,war der Paketbote da und dieser Zettel lag im Flur.
Wir haben hier eine super Nachbarschaft und jeder nimmt für den anderen Pakete entgegen.
Ich wollte gleich los nach nebenan, als ich erstaunt den Namen sah.
Herr oder Frau Nulheimer, vielleicht auch Mulheimer oder Mülheimer...

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Ich starte ratlos auf das Geschriebene und dachte nur: "Ach du Scheiße, kenne ich nicht..."
In Klammern dahinter "Blue", das war auch merkwürdig, aber dann hat es geklingelt (im Kopf, nicht an der Tür!).
Mulheimer+Blue= Blaue Tonne!
Er wird doch nicht.....
Doch!
Das Paket war in der blauen Papier-Abfalltonne.
Das heißt bei uns: für jeden zugänglich. Wenn das einer gesehen hätte, hätte er einfach in die Tonne greifen können und schwupp, weg wäre das Paket.
Ich kann mir gut vorstellen, daß manch einer auch einfach behauptet, daß da kein Paket war....Geld gespart!
(Ich mache sowas nicht...)
Oder, was ist, wenn die Tonne an dem Tag geleert wird??

Man kann sich nur wundern, oder?

Sort:  

Das ist ja der Hammer. Wäre ich nie drauf gekommen. Eine absolute Frechheit und vollkommen unprofessionell. Da denke ich an versteckte Kamera so unbelievable ist das.

Liebe Grüße Michael

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Ja, aber, wenn er das gemacht hat, bist Du als Kunde vorher damit einverstanden gewesen. Zumindest gehst Du die Nutzungsbedigungen (indirekt) ein, wenn Du den Kaufvertrag startest. Ergo, darf der das. Das man dann sagen kann, das nix da war, geht freilich. Aber ich glaube nicht, das im Streifall der Liefer haftet, sondern Du.
Auf Kulanz ist es allerdings üblich geworden, den Schaden zumindest begrenzt zu kompensieren für den Endkunden, der einfach keine AGB´s lesen möchte. :-)

@lammbock müsste das sicher auch wissen was ich meine, irgendwie. :-)

Liebe Grüße

Sascha

Hmmm...
Ich denke auch nicht, dass in den Nutzungsbedingungen etwas von Mülleimern steht :D

Grundsätzlich denke ich, dass die Gefahr des zufälligen Untergangs erst dann auf den Verbraucher übergeht, wenn dieser die Sache "hat". Das würde ich beim Mülleimer eher noch nicht sagen.

Im Ergebnis würd ich das also wie @elkezaksek sehen. Bin allerdings auch nicht mehr so tief in diesem Rechtsgebiet drin.

Im Übrigen sind die meisten Lieferboten eher nicht zu beneiden, dass sie es sich manchmal so bisschen einfacher machen, ist daher wohl verständlich. Zumal ich denke, dass viele Empfänger das eigentlich gar nicht so schlecht finden.

Hey Lammbock. Erstmal Danke für deinen Rat.

Ich dachte eigentlich, dass in Deutschland der Hausmüll Privatbesitz ist und sehr wohl, zwar nicht direkt, aber indirekt als alternativer Ablageort in den Bestimmungen steht. Der Ort selbst, ist natürlich nicht genau definiert. Aber sicher irgendwo umschrieben, im Papierkram.

Da ein Entwenden aus der blauen Tonne im Grunde ein Diebstahl wäre.... ist der wie Du richtig siehst, sowieso gebeutelte Lieferant auf der "sicheren" Seite.

Vielleicht sollte ich mal ein bisschen in meiner Vergangenheit stöbern, normalerweise müsste ich das nämlich alles wissen. :-)

Wie geht es dir? Lange nichts gelesen hier von dir.

Liebe Grüße
Sascha

Ich denke, dass grundsätzlich der Paketbote das Paket übergeben muss. Nur bei Vereinbarung darf er es an einem geeigneten Ort deponieren. Selbst wenn es so eine Vereinbarung (über die AGB etc.) gibt, ist es immer noch zweifelhaft, ob eine Mülltonne ein solcher geeigneter Ort ist.

Da ein Entwenden aus der blauen Tonne im Grunde ein Diebstahl wäre.... ist der wie Du richtig siehst, sowieso gebeutelte Lieferant auf der "sicheren" Seite.

Das sehe ich anders. Wenn er kein Recht hatte, das Paket dort zu deponieren, hat er damit schon eine Pflichtverletzung begangen.

Dazu auch dieser Artikel:
https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/kreis-neu-ulm-bayern/elchingen_-paket-zustellung-in-der-muelltonne-erbost-kunden-23519263.html

Vielleicht sollte ich mal ein bisschen in meiner Vergangenheit stöbern, normalerweise müsste ich das nämlich alles wissen. :-)

Warum müsstest du das denn wissen? :)

Wie geht es dir? Lange nichts gelesen hier von dir.

Mir gehts super! Alle paar Wochen schreib ich hier auch noch. Bin aber nach wie vor oft auf den Blockchains. Besonders aber nur noch für Spiele. :D Mit meiner Arbeit habe ich aber nicht mehr genug Zeit und Lust, längere Beiträge zu schreiben. Und nur ein Foto mit 1-2 Sätzen will ich dann doch nicht immer posten.

Na zumindest als Anwalt für den armen Paketboten würde ich dienen. In den AGB´s sollten so Sachen wie "alternativer Ablageort" stehen, dass darf dann alles mögliche sein. Eben aus besagtem Argument auch die (Papier) Mülltonne. Ein mit Privatrecht geschützter Raum eben. Klar, sagt der Verstand erstmal Ihgitt. Wobei ich mich frage, was die Leute so schlimm an Papiermüll finden mögen. :-)

Sonst maulen sie, dass das Paket nicht ankommt, kommt es dann auf solche Weise an, maulen sie auch.^^ Zum Glück habe ich solche Probleme nicht mehr. Ich hatte doch mal irgendwas mit Kaufmann gelernt, deswegen sollte ich es wissen. Zu meiner Verteidigung, war ich aber eher im Groß- und Außenhandel tätig und selten mit einem kleinem Paket von normalen Logistikern beschäftigt.^^

Freut mich zu lesen das es bei dir läuft und schön zu wissen, dass Du trotzdem noch am Ball bleibst. :-) Wäre Schade, dich hier zu vermissen. Recht hast Du, mit deinen Beiträgen was "anständiges" von dir zu erwarten. Wer weis, vielleicht bringt es uns mal weiter, später dann, wenn es uns nicht mehr interessiert.^^

Viel Erfolg und gute Gesundheit dir gewünscht mein Lieber. :-)

Ich glaube nicht, daß in den AGB's steht, daß das Paket in die Mülltonne geworfen werden darf!
Es ist etwas anderes, wenn ich den Ort als Alternative angebe. Habe ich aber nicht!
Und letztendlich hafte nicht ich, sondern der Händler, denn der muß dafür sorgen,
daß die Ware bei mir ankommt.
Der wiederum kann sich dann natürlich an die Lieferfirma wenden.
Ich muß für garnichts haften, denn ich habe einen Vertrag mit dem Händler, nicht mit Hermes abgeschlossen.