Betrachtung des Bitcoin-Netzwerks - Lightning ist dezentral und BTC ist eine Hydra?

in #deutschlast year

Hallo Leser! Diesmal geht es um Bitcoin, Lightning, Dezentralisierung, Netzwerke, Antifragilität und Polypen.

Ja, Ich befasse mich nun endlich mal wieder mit dem Bitcoin. Gegen Ende wird das hier dann passend zur aktuellen Stimmung auch richtig bullisch und außerdem kommen meine Paint-Skills zum Einsatz.

Es ist auch alles eine Frage der Betrachtungsweise und der Begrifflichkeiten. Manchmal hört oder liest man das Argument, dass sich im Lightning Netzwerk viele zentrale Knotenpunkte mit extrem vielen Channels bilden werden. Und das klingt für viele wohl immer nach Zentralisierung. Nach zentralen stellen, die jeweils einen single point of failure darstellen könnten. Doch genau da liegt ja schon die Gegenaussage: Es sind mehrere zentrale Punkte. Also eben kein doch kein einzelner "single point".

Fangen wir mal mit dem an, was so ein großer Lightning Hub falsch machen könnte.

Sie könnten die Channel natürlich schließen. Aber wozu? Aus welchem Grund? Es bringt ihnen ja keinen Vorteil. Es sei denn sie wollen so schnell wie möglich alles liquidieren und aus dem Bitcoin raus. Aber wer das macht würde sicherlich gar nicht erst damit begonnen haben einen großen Hub zu errichten. Die Betreiber von großen Lightning Nodes sind per Definition immer auch große Stakeholder. Denn sie behalten viel Liquidität in den Channels bereit und betreiben generell einen hohen Aufwand ihre Systeme am laufen zu halten. Oft werden dahinter auch große Unternehmen wie TenX, Blockstream und verschiedene Exchanges stehen. Von solchen Stakeholdern und demzufolge Profiteuren des Bitcoin erwartet man der Logik nach ein Verhalten welches der Gesundheit des Netzwerkes und des Ökosystems zuträglich ist. Ebenso wie man es bei den Minern vermutet, die ja ihre gewinne in Bitcoin erhalten und die ihren zukünftigen Geldzufluss gefährden würden, wenn sie gegen das Wohl des gesamten Systems agieren. Das setzt bei beiden voraus, dass sie mit hohem Zeithorizont an die Sache herangehen. Das ist allerdings auch etwas, was man bei erfolgreichen Unternehmen vermuten kann. Je nach dem, wie lange diese bereits bestehen konnten.

Kommen wir mal dazu, ob das Mining und das Lightning zentralisiert oder doch dezentralisiert sind.

Miner bleiben normalerweise immer in ihrem Pool. Daraus auszusteigen würde ihnen wenig nützen, da so der Cashflow unregelmäßiger wird. Je kleiner der Pool, desto unregelmäßiger. Für Miner mit mehr Hashpower wäre es noch mit weniger Risiko verbunden, einem kleineren Pool beizutreten, aber für kleinere Miner ist es eigentlich das logische Vorgehen, einem großen Pool anzugehören. Aber das Mining selbst ist deshalb ja nicht zentralisiert.

Es ist nicht zentralisiert, weil sich die Pools immer wieder neu bilden könnten und weil es beliebig viele solcher Pools geben kann. Gäbe es nur einen Pool der alles bestimmt - dann läge Zentralisierung vor. Die Bestimmer sind auf der Welt verteilt und jeder ist mal damit dran, einen Block zu übernehmen. Die Macht ist verteilt, aber die Netzwerkstruktur, so wie man sie grafisch darstellen kann - dazu kommen wir noch - sieht etwas nach Zentralisierung aus.

Genauso wie sich kleinere Miner größeren Pools anschließen wird es für Lightning Nutzer mehr Sinn ergeben, sich mit großen Knotenpunkten zu verbinden. Da sie so vermutlich mit mehr Händlern und Exchanges verbunden sind. Hier ist die Notwenigkeit dafür aber deutlich geringer. Du kannst dich ja auch mit jemand anderem verbinden, dessen persönliches Netzwerk irgendwie an das große Netzwerk angeschlossen ist. Also haben wir hier weniger Hang hin zur Zentralisierung als bei den Mining Pools, wenn nicht sogar die Möglichkeit einer besseren Verteilung.

Diese scheinbare Zentralisierung oder die Herausbildung von topologisch gesehen Quasi-Zentralen Subnetzwerken ist bei beidem das was dem Ganzen die bessere Nutzbarkeit bringt. Das Blockchain-Trilemma eben.

Zentralisiert, dezentralisiert und verteilt/distributed - Das sind die drei Formen die ein Netzwerk haben kann.


Danke gehen dabei raus an @lauch3d welcher dieses Bild immer mal wieder verwendet hat.

Jetzt möchte ich die einzelnen Komponenten des Bitcoin-Systems betrachten und dann wird sich ja zeigen, was von den drei "Dingern" mehr oder weniger vorliegt.

Das Bitcoin Netzwerk besitzt mehr oder weniger alle drei Eigenschaften. Je nach dem, welchen Bereich man betrachtet und auch wie man die Begriffe definiert. Komplett zentralisiert wäre es nur wenn es auf der ganzen Welt nur einen einzigen Lightning Node und einen einzigen Mining Pool gäbe. Oder einen einzigen Full Node, auf den jeder vertrauen muss. Davon sind wir sowas von weit entfernt, dass ich sagen kann: Wenn wir an Dezentralisierung und Netzwerkeffekte glauben, können wir Bitcoin als das sicherste, mächtigste und robusteste Netzwerk ansehen das es gibt.


Das P2P-Netz der BTC-Nodes

base layer network.png

Hier zu sehen: Das Bitcoin Netzwerk als Kommunikationsnetzwerk - Die Grundstruktur für die Kommunikation zwischen den Nodes. Sie Ist ein verteiltes Netzwerk. Die Kreise mit den B's drin stellen die BTC-Full Nodes dar und die roten Striche sind P2P-Verbindungen über das Internet. Es ist vergleichbar mit einem Torrent-Netzwerk über welches Daten schnell verbreitet werden. Darüber werden bei Bitcoin Transaktionen/Messages und Blöcke verbreitet, sprich "gebroadcastet". Diese Grundlage des Bitcoin-Systems ist am ehesten dem dritten Bild, C ganz rechts zuzuordnen - es ist ein verteiltes Peer to Peer Netzwerk. Jedenfalls dann, wenn man diejenigen raus nimmt, die jeweils auf einen einzelnen Node vertrauen. Die habe ich aber nicht mit eingezeichnet mit meinen Paint-Skills, weil darauf hatte ich keine Lust. Hätte ich sie eingezeichnet, würde das dann etwas mehr an die mittlere Abbildung B erinnern. Wichtig ist jedenfalls, dass jeder sich an einen beliebigen Node wenden kann um Transaktionen durchzuführen oder die Blockchain abzurufen. Und auch, dass jeder selbst einen Node laufen lassen kann - Komplette Freiheit und Gleichberechtigung für jeden Teilnehmer.

Selbst wenn man hier der Reihe nach Nodes zerstören, herunterfahren oder in die Luft sprengen sollte, wird das nur wenig Schaden am gesamten Netzwerk anrichten. Vielmehr wird das Netzwerk bzw. werden die ganzen Menschen dahinter reagieren und umso mehr neue Nodes installieren und betreiben. Je mehr Köpfe du der Hydra abschlägst, desto mehr wachsen nach.


Das Mining

mining layer.png

Die BTC-Nodes habe ich auch hier immer noch reingezeichnet. Dieses mal liegt der Fokus aber auf den Minern, die durch die Symbole dargestellt sind, wie sie mit ihren Pools verbunden sind. Die Pools nutzen natürlich Nodes, um die geminten Blöcke einzusenden und die Transaktionen für diese Blöcke herauszusuchen. So etwas darf über jeden Node passieren. Absolute Gleichberechtigung eben. Wenn du einen Block hast, darfst du ihn natürlich einsenden. Du musst so einen Block nur eben erstmal finden. Die goldenen Verbindungen zu einigen der Nodes stellen also die Verbindungen zwischen Pools und Minern dar, mit dem Ziel genau das zu tun.

Die Konsensbildung ist dezentralisiert. Es gibt kein einziges Zentrum wo der gesamte Konsensus kreiert wird, sondern einige wenige Zentren die allerdings nur aus freiwilligen Zusammenschlüssen entstanden sind. Das, was da auf dem Bild wie das Zentrum aussieht - der btc.com Pool - kann sich theoretisch ganz schnell auflösen indem die Miner ihre Verbindung abbrechen und ganz einfach woanders beitreten.

Die Rechenleistung selbst ist hingegen besser verteilt, wie die Verteilung der Mining-Symbole auf dem Bild auch zeigen soll. Die eigentliche Macht befindet sich also nicht an den wenigen Zentralen Orten, sondern ist verteilt. Sie wird nur größtenteils an diesen zentralen Orten gebündelt. Als größten Stakeholder und Profiteur, dessen Hardware ohne einen wertvollen Bitcoin nur Metallschrott wäre, kann man Bitmain Technologies sehen. Und die werden das ganze wahrscheinlich auch nicht "zerstören". Bitmain als ein Unternehmen, das den Börsengang plant und sich als wichtiger Dienstleister im Ökosystem sieht, wird sich nicht den Ast absägen auf dem es Sitzt. Wenn der Börsengang erfolgt, bleibt vermutlich auf eine gute Verteilung der Anteile zu hoffen.

Zerstört man einen großen Mining Pool oder erweist sich ein solcher als nicht vertrauenswürdig, beeinträchtigt das nicht die Hashpower da sich die Miner so schnell sie können neu verbinden werden. Und das vermutlich mit kleineren Pools als vorher, was zu einer besseren Verteilung der Anteile führt führt. Also könnte man auch hier eine antifragile Tendenz ausmachen.


Das Lightning Network

layer two.png

Dann habe ich schließlich nochmal so ein Bild gemacht welches einen kleinen Ausschnitt des Lightning Networks zeigen soll, wie man es sich grafisch vorstellen könnte falls es in der Zukunft mal so aussehen wird.

Auch hier sehen wir wieder mehrere Zentren. Dass sich diese großen Knotenpunkte bilden werden ist wohl klar. Jedoch wird es deutlich mehr dieser großen Knotenpunkte geben, als es Mining Pools gibt. Wahrscheinlich werden viele Exchanges Lightning Nodes aufbauen, ebenso wie Firmen mit Kunden im Kryptobereich oder Influencer. Es wird also sehr viel mehr verschiedene Zentren geben als es beim Mining der Fall ist. Mehr verschiedene Zentren bedeutet nicht mehr Zentralisierung sondern mehr Dezentralisierung. Deshalb betrachte ich das als einen Fortschritt in Sachen Dezentralisierung für das gesamte BTC-Ökosystem.

Solche Super-Hubs fördern das Verhalten, sich einem einzelnen Node anzuvertrauen. Doch die Möglichkeit, einen eigenen, kleineren Node zu betreiben ist jederzeit da.

Es bringt ja quasi nichts einen kleinen Mining Pool zu gründen wo dann eine Hand voll Miner mitmacht. Der Drang hin zu einer eher nach mehr Zentralisierung aussehenden Struktur ist also beim Mining sehr stark. Beim Lightning ist dieser Drang nicht so stark - die Entstehung vieler kleiner Nodes ist sehr wahrscheinlich. Sehr viele wird es davon geben, und zwar viel mehr als es große Nodes geben wird. Vielmehr werden solche mehrstufigen Cluster entstehen, mit zahlreichen Zentren die untereinander wiederum verbunden sind. Genau so wie es vereinfacht dargestellt auf der mittleren Abbildung B"decentralization" zu sehen ist. Die Anzahl der Full Nodes wird dadurch auch drastisch zunehmen. Das wiederum verbessert das P2P Kommunikationsnetzwerk, welches ich ja auch mit eingezeichnet habe, und macht das Ganze so erneut robuster und verteilter. Da nun, durch die Möglichkeit als Lightning Node Betreiber zu verdienen, ein Anreiz geschaffen ist, einen Full Node zu betreiben.

Mit steigender Anzahl der Knoten nimmt der Nutzwert sowohl des P2P Netzes als auch des LN Netzes exponentiell zu und so sind wir wieder bei Metcalfes Law. Je besser diese Grundlagen, desto besser für Bitcoin als Zahlungsnetzwerk.
Wie ich schon mal in einem Artikel versucht habe zu beschreiben hat das Lightning immens mit Metcalfes Law zu tun, da es der dezentralste Weg ist, die Anzahl der Transaktionen für einen höheren Nutzwert weiter zu erhöhen, nachdem die First Layer Ebene an ihre Grenzen stößt.

https://steemit.com/deutsch/@marcus0alameda/zwei-ansaetze-zur-ermittlung-des-potenzials-von-bitcoin

Bitcoin kann natürlich auch so wie es jetzt ist, Digitales Gold sein. Wenn man hingegen davon ausgeht dass ein durchschnittlicher normaler Nutzer, der das ganze als Geld benutzen will, eine bestimmte Anzahl an Transaktionen pro Zeiteinheit durchführen will, dann gibt es eine gewisse maximale Anzahl an Nutzern ab der es keine Nutzwertsteigerung mehr aufgrund der hohen Anzahl anderer Nutzer gibt. Das Lightning kann dem aber ein Ende setzen.

Zerstört(wir müssen ja immer vom Extremfall ausgehen :D) man einen Super-Hub oder fällt dieser aus, so müssten sich alle, die sich ausschließlich mit diesem Node verbunden haben, neu verbinden. Was bei Lightning Channels nicht so leicht ist wie bei einer Verbindung zwischen einem Miner und einem Node oder Pool, da dafür eine Transaktion auf der Blockchain nötig ist. Es würde also bei so einem Vorfall eine gewisse Regenerationszeit benötigen, je nach dem wie groß der Schaden. Aber am Ende stünde dort wahrscheinlich ein dezentraleres und besser verteiltes und damit robusteres Netzwerk als zuvor. Und der Vorfall würde vermutlich außerdem dazu führen, dass sich mehr User dazu entscheiden selbst Nodes zu betreiben. Somit sehe ich auch hier ein Netzwerk, welches mächtiger werden kann, wenn jemand versucht es anzugreifen oder es an kritischen Punkten zu Systemausfällen kommt.


Man sieht dieses mögliche antifragile Verhalten aber nicht nur in der Topologie der einzelnen Netzwerkbestandteile, sondern auch in der Community - Im Verlauf der Marktzyklen in denen Bitcoin mehrfach für "Tot" erklärt wird überstehen überwiegend diejenigen Holder die einen hohen Zeithorizont und eine stärkere Vision haben. Wie bei einem Organismus bei dem durch Umwelteinflüsse geschwächte Zellen absterben, damit das biologische System als ganzes gestärkt wird. Das was als Tod bezeichnet wird ist in dem Fall also eigentlich ein Verbesserungsprozess...

Auch bei der dafür nötigen Verbreitung, dem Ruf und der Bekanntheit des BTC gilt mitunter das Konzept des Antifragilen. Kaum macht sich mal wieder ein Politiker lächerlich, indem er Bitcoin verbieten will, sorgt das für mehr Aufmerksamkeit. Brüllt irgend so ein alter Mann "ZERO", macht der Kurs das Gegenteil. Verbietet die Chinesische Regierung die Währung, fangen die Chinesen erst recht an damit zu Handeln. Trollt irgend so ein wahnsinniger Fake-Satoshi das ganze Ökosystem, löst das zuerst Panik aus, aber am Ende steht BTC wieder stärker da als vorher. Versucht eine Regierung irgendeine Quatsch-Währung einzuführen(den durch Öl gedeckten "Petro" in Venezuela) versuchen die Einwohner des Landes stattdessen teilweise mit echten Kryptos ihren Tagesgeschäften nachzugehen. Was wird also erst passieren, wenn das Lightning erst mal richtig einsatzbereit ist? Und auch der Facebook Coin kann ein Angriff sein, der BTC am Ende massiv stärkt.

Die Hydra muss nur weiter zum Leben erweckt werden und dann folgt die totale Eskalation und für bisherige Geldsysteme die Apokalypse.

Hydra ist übrigens auch die Bezeichnung für den Süßwasserpolypen. Natürlich sind sie sehr viel kleiner und komplett anders aufgebaut, aber diese Tiere ähneln zumindest von der Form her etwas der mythologischen Hydra.

Nun reicht es aber. Ich fange bereits an, Nesseltiere mit Bitcoin zu verglichen. Ich denke ich beende die Sache jetzt mal.
Diese Individuen besitzen ein diffuses Nervensystem. Also ein Nervensystem das ohne eine Zentrale wie z. B. ein Gehirn auskommt, von wo aus alles gesteuert wird. Man könnte also auch sagen, es handle sich um ein dezentrales / verteiltes Nervensystem. Die Tiere weisen eine extrem hohe Regenerationsfähigkeit auf. Es ist sogar möglich, dass aus einem vom Organismus getrennten Stück der Hydra eine komplett neue Hydra entsteht. Ist Bitcoin aufgrund seiner dezentralen Natur ähnlich wie die Hydra unsterblich und unzerstörbar?

Quellen, weiterführende Informationen

Da es hier Autoren gibt die einfach mal ihren Job machen und die nötigen Inputs gegeben haben, der bei mir zu diesem Text führte, verweise ich auch auf die Artikel die dabei am wichtigsten waren:

Bitcoin P2P-Netz:
https://steemit.com/deutsch/@urdreamscometrue/netzwerkknoten-bitcoin

Hashpower Verteilung, Stufen der Dezentralisierung und mehr:
https://steemit.com/deutsch/@lauch3d/artikel-reihe-kryptowaehrungen-zwischen-rebellion-und-gier-german-part3

Die Hydra und das Antifragile:
https://steemit.com/deutsch/@lauch3d/warum-medizin-toetet-politik-ein-karnevals-verein-ist-und-warum-das-alles-wahnsinnig-schoen-ist

Hydra-Bild:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hydra_oligactis.jpg

Die drei Bilder sind wie gesagt selbst mit Paint hingeschludert. Ihr könnt sie auch weiterverwenden, wenn ihr sie als Veranschaulichung benutzen wollt oder so.


Intentionen

Ja, ich schreibe das hier alles absichtlich so, dass es möglichst schwer zu verstehen ist. Ich bin mir noch nicht sicher wie es bei diesem Thema anders gehen soll. Ich will bullisch sein, ohne irgendwelche Geldbeträge zu nennen und ohne wie irgendein 0815-BTC-Youtuber mit Charts herumzuwedeln, sondern indem ich in die Tiefe gehe und in Kauf nehme, bei einigen erst einmal noch mehr Verwirrung anzurichten.

So hoffe ich, ich konnte darstellen wie das mit dem Lightning und der (De-)Zentralisierung auf verschiedenen Ebenen / bezogen auf unterschiedliche Bereiche des BTC betrachtet werden kann. Außerdem wollte ich hier nicht einfach meine Bilder rein stellen ohne was dazu zu schreiben. Ich will auch versuchen die Begeisterung und vielleicht auch das Verständnis für Bitcoin-Lightning, Dezentralisierung und die Balance zwischen weniger Verteilung/Dezentralisierung und mehr vertrauensloser Performance zu verbessern. Oder Diskussionen anstoßen, die genau dazu führen.

Ich glaube aber, der nächsten BTC-Artikel wird dann wieder einfacher aufgebaut sein. Es sei denn, es geht dann darum, die Hydra mit BTC zu vergleichen.

Sort:  

sehr schöner artikel, ich sponser dir mal 2 sbi shares für deine arbeit.
Weiter so!

Vielen Dank. Werde immer weiter solche Artikel schreiben hoffe ich - Daraus schlussfolgere ich mal, du bist zurück aus dem Urlaub.

Das ist doch einfach schön...
Kann man sich so oft man will gegenseitig sponsoren oder geht das nur einmal pro Account oder nur in eine Richtung? Soweit ich das verstanden habe, heißt das ja auch, je früher man dabei war desto besser.

Mal schauen wie es jetzt aussieht.

!sbi status

Werde immer weiter solche Artikel schreiben hoffe ich

Freut mich, finde soetwas (auch deine alten artikel natürlich) eine echte bereicherung für eine plattform wie steemit. (und auch für einen selber)

Ja bin wieder in Deutschland und direkt wieder mit "alltags" aufgaben "überfüllt":D Hoffe in 2-3 Wochen auch mal wieder Zeit zum schreiben zu haben.

Kann man sich so oft man will gegenseitig sponsoren oder geht das nur einmal pro Account oder nur in eine Richtung?

Geht so oft man will. Immer wenn man 1 Steem an @steembasicincome mit dem Namen eines beliebigen steemians in der memo schickt, bekommt man selber und der steemian in der memo einen sbi share.

Soweit ich das verstanden habe, heißt das ja auch, je früher man dabei war desto besser.

Ja stimmt. Bis man seine "ROI" erreicht hat, dauert es schon ziemlich lange.

Allerdings weiß ich nicht, ob der steem preis in der Berechnung eine Rolle spielt.

Meines Wissens ist jede sbi unit gleichviel wert, also hätten die, die steem zu 80 cent verwendet hätten vielleicht auch einen Nachteil zu denen, die den steem bei 30 cent an steeeembasicincome geschickt haben.

Aber an sich hat man, wenn man früh dabei war vermutlich schneller seinen break-even erreicht (außer der hohe damalige steem preis wirkt sich auf die rechnung sehr groß aus, aber ich denke, dass mit dem steem preis auch die payout menge für vp:"x" kleiner geworden ist, womit der früher höhere steem preis denke ich keinen negativen einfluss hat.) (wenn die vp in steem gemessen gleich bleibt)

Auf welche meiner alten Artikel trifft das denn für dich noch zu? "eine echte Bereicherung" ist wahrscheinlich ein ziemlich guter Status den ein Artikel vom Leser verliehen bekommen kann. Lieber poste ich seltener etwas, bekomme aber dafür so ein Feedback wie von dir. Auch wenn du jetzt nicht auf den Inhalt eingegangen bist, zählt das doch mehr als ein Upvote.

Hast du meinen Kommentar jetzt geTipUt, weil TipU nur bis 3 Tage geht? Du hast doch schon extra SBI-Units da gelassen... Ich hoffe dass durch solchen Einsatz wie deinen das ganze hier irgendwann mal als gesamtes auch besser wird. Du motivierst andere durch die Benutzung von TipU und setzt Qualität vor Quantität. Also veröffentlichst selbst auch eher seltener, dafür dann aber umfangreicher/besser.

Ja ich finde eben besonders die artikel geil, die durch interessante Gedankengänge zum Nachdenken anregen und einem dann vielleich sogar neue Sichtweisen erschließen.
In dem Artikel hier hast du ja auch viel Information weitergegeben (klarer Mehrwert für den leser) und dann mit der hydra beispiel auch eine interessante Analogie, die zumindest mich auch nochmal beeindruckt hat.

Wenn es mehr solchen Content (natürlich auch in anderen Themenbereichen gäbe) wäre das sehr positiv für die Plattform.

Auch humorvolle Artikel usw. haben natürlich ihre Daseinsberechtigung, aber ja wir haben mit dem Internet und der dadurch ermöglichten Kommunikation die Möglichkeit Wissen viel besser aufzunehmen und zu verbreiten und da jeder Mensch irgendwo andere Sichtweisen hat können sich da sehr interessante Artikel bilden, die wiederrum anderen als Grundlage dienen können um nochmehr zu erschließen und wissen weiterzugeben.

Ja zum kurieren kann ich nur sagen, dass das in meinen Augen (und auch irgendwo faktisch) zurzeit falsch läuft, was aber an den usern (speziell walen liegt).

Monetär lohnt es sich einfach nicht Arbeit in Artikel zu stecken (aktuell kommt man nichtmal nahe an den mcdonalds stundenlohn heran).
Darum verwende ich halt zurzeit bisschen tipu , da meine VP nicht groß genug ist um Artikel zu kurieren, die mehr verdient hätten.

Beispiel: Das bisschen was ich hier in über 1 Jahr verdient habe (täglich aktiv, über 1000 kommentare und artikel, hauptsächlich comments) könnte ich in circa 6 Stunden mindestlohn arbeiten verdienen:D

Klar das wissen das ich hier gesammelt habe ist viel mehr wert, darum bin ich ja auch noch hier, aber es ist einfach Fakt, dass ich mit weniger arbeitsaufwändigen Artikeln, die ich dafür höher frequentiert veröffentlicht hätte mehr verdient hätte.
Aber in meinen Augen steht eben Qualität vor Quantität weswegen das ein Problem ist. (zum Glück gibt es steemstem, dadurch werden viele arbeitsaufwändige artikel noch gefördert und damit auch qualitätsconntent)

Hi @marcus0alameda!

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sehr nicer Artikel und ich glaub eines der wichtigsten Dinge an Cryptos die man sich einfach mal bildlich vorgestellt haben muss.

Also ist Bitcoin-Cores Kommunikationsprotokoll auch P2P und nur offlayer, bei LN gibt es direktes Routing?

Der Super-Hub-Effekt (Powerlaw-verteilung oder auch Matheus-Effekt) ist einfach fazisnierend. Es ist ja im Prinzp nur eine Verbildlichung von Erfolg.

Die Antifragilität bzw. Fragilität ist eigentlich der einzige Messwert fürs Investment der nicht auf einer Vorhersage basiert. Ja es ist kompliziert aber wenn man ein Leben führen will wie andere es nicht können, muss man auch Dinge tun für die andere zu faul sind. Oder wie es investment Milliardär Munger sagt:

"“I constantly see people rise in life who are not the smartest, sometimes not even the most diligent, but they are learning machines. They go to bed every night a little wiser than they were when they got up and boy does that help.”
Charles T. Munger

PS. hier mal die verschiedenen Level und ihre Dezentralisierung in Zahlen (ist schon alt (2017) aber interessant)

Kommunikation bei Bitcoin Core ist genauso wie beim "Ur-Bitcoin" auch, sonst könnte es ja nicht zusammen funktionieren. Ich bin mir nicht ganz sicher, was du mit direktem Routing meinst. Das Routing, also die Wegfindung, geht von dem aus, der die Zahlung anfordert. Die Information sucht sich ihren Weg hin zum Zahler und von da aus gehen die Transaktionen den selben Weg zurück.

Hab es nicht gleich verstanden, aber gute Art der Statistik. Bei diesen Grafiken wird einfach immer der Prozentsatz betrachtet der am wenigsten kontrolliert. Dass das Mining noch am besten Verteilt ist, wenn man die Miner(und nicht die Pools) betrachtet, ist schon sehr gut. In dem Bereich ist eine gute Verteilung wichtiger. Dass manche Exchanges mehr Erfolg haben als andere hat eigentlich seine Richtigkeit - Funds are Safu!

Dass manche Exchanges mehr Erfolg haben als andere hat eigentlich seine Richtigkeit - Funds are Safu!

:D:D ja absolut! Das ist ja auch wiederum "natürliche" Selektion bzw. antifragiles Verhalten. Nur die besten Restaurants überleben -

Naja man muss Protokoll-Layer und Hardware-Layer trennen. Ein Netzwerk muss ja nicht physikalisch existieren und hat nicht zwangsläufig etwas mit Kabelverbindungen zu tun. Der physikalische Layer ist der Harware-Laye der oft fälschlicherweise als Internet bezeichnet wird.

Und da sind dann Protokolle (Regelwerke) drauf gesetzt welche die Daten koordinieren. Bitcoin setzt auf dem TCP/IP "Internet" auf. Kann also in allen möglichen Varianten die Datenpackete delegieren. P2P ist kein Muss sondern eine Option. Durch epidemische Algorithmen wird eine P2P-Masche (wie im ersten Bild "distributed") erzwungen, wodurch ein Knoten immer seine direkten Nachbarn ansteckt.

LN setzt hingegen auf optimale Pfade und nutzt source based onion routing. Wenn ich dir hier etwas schicke, dann ist das zwar eine "von mir zu dir" Verbindung aber kein P2P. Also ich bin mir wirklich nicht sicher bezüglich dem Routing.

Bei LN werden ja auch keine Informationen ausgetauscht, die sich epidemisch ausbreiten sollen, solange kein Channel geöffnet oder geschlossen wird. Die, die an einer Transaktion teilnehmen, müssen nur untereinander kommunizieren. Einerseits gibt es ja die Channel(die blauen Verbindungen), andererseits aber die roten Verbindungen(und klar, die stellen keine Kabel da, die es in echt gibt) die zur Kommunikation dienen. Du siehst im 3. Bild, dass es keine blaue Verbindung zu einem anderen Node gibt, zu dem es nicht auch eine rote Verbindung gibt. Irgendwie muss ja die Rechnung oder das "Geheimnis" den Rückweg erst gehen und dabei mehrfach von allen Nodes verschlüsselt werden(ja, das ist onion-Routing - etwas verschlüsseltes wird vom nächsten Node nochmal verschlüsselt und weitergesendet), damit der eigentliche Zahler sich sicher sein kann, dass die Teilnehmer der Transaktion auch "mitmachen". P2P ist das doch schon, nur mehrmahls hintereinander oder so. Äh, ja ok so irgendwie ist das halt...

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