Massenveranstaltungen - quo vadis ?

Hi zusammen,

nach all der Zeit der Beschränkungen und Vorsicht war ich am Samstag mal wieder im Stadion um einem Spiel der Bundesliga beizuwohnen, hier bei mir um die Ecke also war die Anreise auch relativ einfach. Schön mit dem Zug und der S-Bahn damit man auch einem kleinen Bierchen nicht abgeneigt gegenüber stehen muss ;)
Im Zug war viel Platz, von daher ist mir das dort auch noch nicht aufgefallen, in der Straßenbahn war es aber, wie man sich vorstellen kann, sehr sehr voll, was dazu führte das man extrem dicht beieinander stand.

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Ok zugegeben, ich war auch früher kein Freund von Dicht an Dicht und hatte lieber meine Freiräume, jetzt allerdings nachdem man solchen Ansammlungen quasi generell meiden sollte, war es doch noch mal was anderes.
Um es vorweg zu nehmen, ich konnte meine antrainierten 1,50 Meter Abstand überwinden und meinem Gehirn sagen das alles mehr oder weniger so ist wie es an einem Spieltag auch sein soll, aber dennoch ein seltsame Gefühl blieb.
Auch im Stadion wo ich einen Stehplatz, wie in alter Zeit, gebucht hatte, war es enorm voll und da die Ultras auch wieder zurückgekehrt waren, wurden auch "Feuerwerk" im Block wieder abgebrannt. Also alles wie es immer war, nur ich selbst nicht so wirklich, hab ich mich doch dabei ertappt über den Gebrauch einer Maske zu sinnieren.
Ich habs sein lassen und das Spiel letztlich ganz normal gefeiert, auch wenn der Ausgang höchst unerfreulich war.
Es ist einfach wie es immer ist, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und jede Gewohnheit muss man auch erst wieder ablegen :)

Hattet ihr schon ähnliche Erlebnisse ?

LG Euer Jan



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Früher oder später muss ja mal die alte Normalität wieder zurückkehren. An einer Massenveranstaltung habe ich bis jetzt noch nicht teilgenommen. Zugegeben, zuerst hatte ich auch ein unwohles Gefühl dabei als ich z.B ohne Maske einkaufen war, weil man es sich vorher die ganze Zeit angewöhnt hat. Mittlerweile habe ich mich aber umgewöhnt. Das war aber bestimmt ein schönes Erlebnis im Stadion, vorallem wenn man so lange nicht mehr an so einem Event teilgenommen hat.

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haha ja war echt schön, mal vom Ergebnis abgesehen ;)

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Dito. Es war bei mir ähnlich im Stadion. Habe allerdings einen Sitzplatz und neben mir nur Bekannte. Aber war schon ein komisches Gefühl so dicht an dicht gedrängt zu werden. Der Einlass war die erste Hürde.
Und meine Corona Warn App, die eigentlich sowieso nicht mehr Grün wird, hat natürlich auch an diesem Tag angeschlagen.
Die Maske habe ich nicht aufgesetzt im Stadion. Wenn es kein muss mehr ist, mach ich das im Freien nur selten. In engen Geschäften setze ich die aber auf. Zumindest eine Stoff oder leichte OP Maske. Die FFP2 wird erstmal nicht mehr angeschafft.

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auch wenn der Ausgang höchst unerfreulich war.

Wieso denn? Die Kölner haben doch gewonnen! Mainzer?

Aber im Ernst, ich habe mich dabei ertappt das ich am Samstag im Baumarkt auch die Maske aufgesetzt habe. Der Hintergrund ist einfach. Ich hab den Sack voll Arbeit und kann mir eine Woche Quarantäne einfach nicht leisten. Also lieber auf Nummer Sicher gehen.

PS. Das !BEER heißt doch da Kölsch

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Ein vergleichbares Erlebnis hatte ich sehr wohl, obwohl damals von Corona noch keine Rede war. Die Wahrscheinlichkeit, der Menschenansammlung ohne größere Blessuren zu entkommen, erscheint mir heute im Rückblick jedenfalls gleich groß.
Das Spiel: Arsenal vs. ManU. Spielort: das alte Highbury-Stadion im Norden Londons.
Bereits in der Tube kam ich mir wie ein Alien vor, da ich weder als Fan der Gunners noch von United wirklich auszumachen war. Jedoch überwog wohl bei beiden Fan-Gemeinden die Vermutung, dass der Zivilist in Jeans und T-Shirt spätestens in Drayton Park die Tube verlässt, um in aller Ruhe seine Einkäufe fürs Wochenende zu tätigen.
Irgendwie schaffte ich es dann doch in den Highbury-Park. Doch dort begann die Scheiße erst so richtig zu kochen. Als eingeschworener ManU-Anhänger startete ich den Versuch, mich unter die Glaubensbrüder zu mischen. Keine wirklich gute Idee, da bei meinem ersten Versuch, eine Erklärung darzulegen, weshalb ich mich nicht getraue offen Flagge zu zeigen, meine Unkenntnis, was den nordenglischen Dialekt betrifft, sich sofort offenbarte.
Zu den Ultras der Gunners führte auch kein Weg, da ich dort mindestens 2 Stunden einstudiertes Liedgut hätte vortragen müssen.
So gewann Manchester ein Spiel in London, bei dem ein Zuschauer sich noch unauffälliger verhielt als der Linienrichter.

Roling on.gif

Was ich jedoch in deinem Beitrag herausfiltern kann, ist die Tatsache, dass du dich in das heilige Reich des Geißbocks gewagt hast. Die Wiege aller meiner Fußballhoffnungen, die auch am Samstag nicht enttäuscht wurden. Bei dem Spiel offenbarte sich Partnerstädte (Mainz/Zagreb) auch im Fußball angleichen, denn bei Dinamo erlebt man gleiches. - 1. Halbzeit wie im Rausch und in der 2. Halbzeit ebenso. Nur leider im Schlaf-Rausch!
Letztendlich hat dann doch das bessere Team den Sieg nach Hause gebracht. (Obwohl ich im Tippspiel von einem Remis ausging!)

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Du hast einfach immer gute Geschichten aus dem Leben parat, sei es zum Rugby oder auch zu einem irren Derby... :) klingt sehr interessant !

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Glücklicherweise kann ich rückblickend feststellen, aus den scheinbar vertrackten Situationen beinahe immer mit heiler Haut in Sicherheit gekommen zu sein.
(Hier ist das Augenmerk besonders auf die Nutzung des Adverbs beinahe zu legen.) :-)

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Ich gehe immernoch mit Maske einkaufen und werde teilweise wie ein Irrer angestarrt 😂

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