Wenns draußen Kalt wird muss drinnen gedämmt werden

Dieser Vorbau hat ein Problem. Die Wand ist zu dünn und der Keller zu kalt. Somit hat sich an den Wänden eine Kältebrücke gebildete und Wasser aus der Luft konnte sich absetzen.

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Die gefahr von Stockflecken besteht. Bevor ein gesundheitsschädlicher Pilz entsteht haben wir die Außenwände mit 50mm starkem Styropor gedämmt.

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Als ich die Fermacelplatten entfernte lief mir das Schwitzwasser entgegen.

Somit habe ich die Decke mit Steinwolle Isoliert...

Zum Schluss habe ich die Styroporplatten mit speziellen Deckenplattendübel angenagelt.

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Nun sollten die Wände trocken bleiben und sich kein erneutes Schwitzwasser absetzen.

In den nächsten Wochen kann dann die Gage mit Armierungsmörtel angeklebt und Final mit atmungsaktiven Kalkzementputz verputzt werden.

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Ja Wahnsinn, da steckt ne Menge Arbeit drin. Das machst ihr sehr gut! Weiterhin gutes Gelingen.

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Das dämmen mit Styropor ging eigentlich recht zügig.

Danke dir :-)

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Das mit den Kellern ist wirklich nicht einfach. Aber eigentlich logisch. Warme Luft enthält mehr Feuchtigkeit als kalte Luft. Wenn nun die warme Luft auf die kalte Kellerwand trifft kondensiert dort das Wassser, die Folgen sind klar. Mir hat mal ein Baubiologe erklärt,dass man einen Keller entweder beheizen oder entfeuchten sollte. Dadurch entstehen, dann aber wieder Kosten. Diese könnte man durch richtiges Lüften so gering wie möglich halten. Viele Menschen lüften ihre Keller gerne im Sommer, doch in den warmen Monaten ist das keine gute Idee, da gibt es nur eine kurze Zeitspanne in der Nacht, in der das sinnvoll sein kann.
Ich sehe schon du kennst Dich gut aus und hast die Kellerwände von außen gedämmt, denn mit Innendämmung würde man sich sehr wahrsscheinlich den Taupunkt ins Mauerwerk ziehen.
Wenn ich richtig liege, dann enthält Fermacel auch Gips und den liebt der Schimmel. Deshalb finde ich es gut, dass Du Kalkzementputz wählen wirst. Damit kann man, wenn man etwas besonderes haben will, ja auch richtig schön gestalten.
Ein Hygrometer ist sehr hilfreich um die Luftfeuchtigkeit zu überprüfen. Dies wollte ich noch gerne ergänzen.
Ich finde es gut, dass du über diese Thematik schreibst, das kann sehr hilfreich für Andere sein.
Ich bin auf diesem Gebiet letzten Endes nur eine Laiin, oder wie heißt das wenn man kein Zertifikat hat. 😁😉

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Du hast auf jeden fall schon eine gutes experten wissen. das beste ist man verputzt eine Kellerwand gar nicht oder eben mit atmungsaktiven putzen. am liebsten ist mir da persönlich lehmputz. weil wir aber eine styropodämmung gewählt haben ist ein kalkzementputz die bessere wahl weil dieser Härter wird als Lehm.

eine lüftung sollte besser noch nachträglich eingebaut werden, das habe ich auch empfohlen. aber das budget des kunden ist in diesem fall sehr knapp gewesen.

er beobachtet nun die wand. wichtig ist erstmal das die luft nicht mehr ans mauerwerk gelangt um zu kondensieren.

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Danke😊
Lehmputz soll ziemlich teuer sein und auch das Aufbringen nicht so einfach, aber ein super Wohnklima geben. Dass man in einen Kellerraum nicht so viel investieren mag, ist verständlich. Auch mineralische Farben schlagen preislich ganz schön ins Gewicht. Leider ist der Streichkalk ziemlich aus der Mode gekommen und wohl nicht so einfach anzurühren. Einen Metalleimer sollte man dann wohl auch zur Hand haben, wegen der Wärmeentwicklung. Zudem muss man dann mit der Quaste arbeiten. Hast Du damit schon mal gearbeitet? Ich hatte mal einen Kellerraum gestrichen und dafür fertigen Streichkalk genommen. Der konnte mit der Rolle aufgebracht werden und war sehr preisgünstig. Ich dachte mir bei einem Nutzkeller, könne man da das Experiment mal starten. Und siehe da, es färbt nicht mal mehr ab und ist gesundheitlich wahrscheinlich wesentlich unbedenklicher als eine billige Dispersionsfarbe. Zudem dürfte der Schimmel, das nicht mögen.
Welche Lüftung meinst du? Mir fällt nur Maico ein, also diese Lüfter, die man in fensterlose Bäder etc. einbaut. Das zieht aber doch auch nur Innenluft nach aussen und wenn die warm ist....hmm? - Hab ich einen Denkfehler, oder gibt es da noch etwas spezielles?
Ich würde so wenig wie möglich warme Luft in diesen Keller lassen und einen Raumentfeuchter einsetzen, falls die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.
Raumentfeuchter sind nicht so teuer und sie sind mobil, man kann sie dann in unterschiedlichen Bereichen einsetzen.

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der kellerraum soll auch als toilette und mini küche genutzt werden. also wäre ein lüfter der mit dem lichtschalter gekoppelt ist sehr sinnvoll um die feuchte luft heraus zu ziehen.

von lehm bin ich begeistert! der ist auch recht günstig wenn man den in bigpacks kauft also 1000kg für ca 500€ die sackware à 40kg ist unverschämt teuer.

lehm lässt sich von allen putzen die es gibt am einfachsten verarbeiten, das bekommt jeder laie hin. einfach wasser dran anrühren fertig, dann die wand anfeuchten und den putz aufbringen. 0,5-1 std später glattreiben. als farbe würde ich nur kalkfarbe verwenden, die gibt es bereits fertig angemischt.

kalkfarbe bleibt atmungsaktiv, dispersions farbe dichtet die putzoberfläche komplett ab, also ist davon abzuraten.

lüften sollte man am besten 2 mal am tag für 10-30min niemals länger. wenn die luft warm ist dann transportiert diese beim lüften die feuchtigkeit raus. wenn der raum auskühlt geht die luftfeuchte in die wände.

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Ich verstehe und stimme zu, bei Küche und Bad/Toilette, braucht man definitiv einen Lüfter. Bei Küche vielleicht sogar einen Dunstabzug, die können echt so eine Power haben, dass man die Zimmertür richtiggehend ins Schloss drücken muss. Hier ist dann auch Vorsicht geboten, wenn man eine Feuerstätte in der Wohnung hat.

Danke für die Tipps zum Thema Lehm, das ist gut zu wissen. Ich hörte mal von jemanden, der das hat machen lassen, dass es sehr teuer war.

Und ja die Kalkfarbe, behalte ich definitiv im Hinterkopf.

Viele Grüße

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Alles was nicht in massen verkauft wird, kann man als Handwerker teuer weiter verkaufen. Man muss auch bedenken wenn du 1 zimmer mit Lehm verputzen willst dann brauchst du 3-4 Tonnen.

Für Wohnzimmer und Schlafzimmer wegen raumklima absolut empfehlenswert 😉

Im schlimmsten Fall hat man dann aber kein Handy Empfang 😇

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So viel! Wie dick wird denn die Schicht dann? Trägt man es schichtweise auf, mit Trocknungszeiten dazwischen, oder geht das auf einmal?

Naja, vielleicht muss man nicht in jedem Zimmer Handyempfang haben. 😃

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1-3 cm sind normal. Erst kommt eun grober unterputz dann die letzten 0.5 cm ein feiner endputz drauf.

Man kann es mit einer mörtelmaschine auftragen oder auch mit der maurerkelle.

Die stärke des putz richtet sich nach der wand Qualität.

Der unterputz sollte mehrere tage trocken. Dieser reißt meistens , ist aber nicht schlimm. Der endputz gleicht Risse wieder aus. Bzw. Können Risse am nächsten tag mit wasser und reibebrett geglättet werden.

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